Ökologischer Forstpflanzenbau

Von Peter Antoni, Darmstädter Forstbaumschule

Vorgestellt wird der ökologische Forstpflanzenbau, wie er bei der Firma Darmstädter Forstbaum schulen GmbH praktiziert wird. Schwerpunktmäßig werden die wesentlichen Merkmale des Ökologischen - in diesem Fall biologisch - dynamischen Forstpflanzenanbaues beschrieben. Zu weiteren Auskünften und auch Betriebsbesichtigungen haben sich die Gesellschafter gerne bereit erklärt (Siehe auch unter “Kontakt”).

Die Darmstädter Forstbaumschulen GmbH steht in der Tradition des 1946 von Conrad Appel begründeten Forstpflanzenanbaues auf biologisch-dynamischer Grundlage. Der Pflanzenanbau erfolgt ohne Mineraldünger, ohne Herbizide und ohne chemische Bodenentseuchung. Seit kurzem besteht die Möglichkeit, eine naturfreundliche Wirtschaftsweise, wie sie in Darmstadt seit 50 J ahren praktiziert wird, auch öffentlich anerkennen und nach EG-Verordnung (VO 2092/91 EG) zertifizieren zu lassen (siehe Kasten). Diese Möglichkeit wurde 1997 von den Darmstädter Forstbaumschulen wahrgenommen. Der Betrieb liegt in der nördlichen Rheinebene auf 95 rn ü. NN; das Klima ist überwiegend kontinental mit starken Tag- und Nachtgegensätzen bei Niederschlägen um 550-650 mm. Die Betriebsgröße beträgt rund 30 ha. Der Boden ist ein leichter diluvialer Schneckenschliefsand mit 0,5-2 % Tonanteil bei Bodenwertzahlen zwischen 12 und 23.

Der Erfolg: Kräftige Wurzeln einer 3 jährigen Douglasie

Es werden fast alle heimischen Gehölze angebaut.1n der Firma werden 7 Mitarbeiter beschäftigt sowie Aushilfskräfte während der Saison. Die Darmstädter Forstbaumschulen arbeiten in Anlehnung an die biologisch- dynamische Wirtschaftsweise. Begründet wurde diese Wirtschaftsweise durch Rudolf Steiner, der 1924 für interessierte Landwirte den sog. "Landwirt- schaftlichen Kurs" gab. Einer der wichtigsten Gedanken darin ist, daß jeder einzelne landwirtschaftliche Betrieb ein in sich geschlossener Organismus ist, in dem jede Maß- nahme die Ganzheit der Lebenszusammenhänge berück- sichtigen muß. Dies Leitmotiv zieht sich durch alle praktischen Arbeiten.

Zusätze von Steinmehl (Spurenelemente), Stroh, Grünmasse, Muttererde, Tonmehl und älterem Kompost. Entscheidend für die Kompostqualität ist auch die Rotteführung. Zu Beginn der Umsetzungsvorgänge wird der Kompost mit den biologisch-dy-namischen Heilkräuterzusätzen aus Kamille, Löwenzahn, Erennessel, Schafgarbe, Ealdrian und Eichenrinde versehen. Diese Präparate sorgen u. a. für einen ausgewogenen Temperaturverlauf während der Wärmephase. Außerdem bewirken sie eine schnellere Besiedelung des Kompostes mit Nützlingen. Gemeinsam angewendet bei gutem Ausgangsmaterial und sachgerechter Umsetzung sorgen die Kompostpräparate für

Kompoststätten aus Rindermist mit Zusätzen

Grundlage Kompost :
Besondere Aufmerksamkeit in der Baumschule gilt der Herstellung des eigenen Kompostes, der die Grundlage der Düngung bildet. Er bewirkt die Erhaltung und Steigerung der Aktivität des Bodenlebens sowie einen stetigen Humusaufbau, der in seiner Qualjtät und Quantität über dauerhafte Bodengesundheit und kräftiges, ausgewogenes pflanzenwachstum entscheidet. Wichtiges Ausgangsmaterial des Kompostes ist angelieferter Rindermist sowie

gute Bedingungen bei allen Ab-, Um- und Aufbauvorgängen. So soll beim fertigen Kompost der Stickstoff nicht in Nitratform vorliegen, sondern in das körpereigene Eiweiß der Mikroben gebunden sein. Er kann dann nicht vorzeitig ausgewaschen werden und steht während der Wachstumszeit Pflanze und Boden zur Verfügung.

Bodenbearbeitung
Bei der Bodenbearbeitung kommt
das biologisch-dynamische Horn-

Quellenangabe

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